RETTET DIE MUR

Plattform zum Schutz der frei fließenden Mur und ihrer Naturräume


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Die Geschichte von Rettet die Mur

Das Vorhaben, in den Murauen zwei Staustufen zu bauen, wurde erst 2009, kurz vor Baubeginn bekannt. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung war erstmals in der Zeitung von den Bauvorhaben in Gössendorf und Kalsdorf zu lesen. Somit war für Einsprüche keine Zeit mehr. Das war für viele Anrainer, die bis dahin noch nicht einmal von den Plänen gehört hatten, ein Schock.

Der Zeitungsartikel berichtete auch über kritische Stimmen gegenüber den Murkraftwerken. Zwei Politikerinnen wurden zitiert, die gegen die naturzerstörerischen Projekte auftraten. Diese beiden Vorkämpferinnen wurden von einzelnen aufgebrachten Bürgern kontaktiert.

Die Antwort auf die Frage, was man denn noch gegen die Wasserkraftwerke unternehmen könne, fiel nicht gerade motivierend aus: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit war der Bau bereits beschlossen worden. Trotzdem dachte keiner ans Aufgeben. Man versammelte sich zum ersten Plenum, tauschte Informationen aus und holte Expertenmeinungen ein. Naturschutzorganisationen wurden angesprochen, die sich kritisch zu den Projekten äußerten. Schon wenig später besuchten Fischer, Studenten, Umweltschützer, Surfer, Politiker und Menschen jeden Alters und Berufstandes die wöchentlichen Treffen. Das war der Anfang der Plattform „Rettet die Mur“.

Der anfangs noch kleine Kreis der Murschützer begann nach geeigneten Möglichkeiten zu suchen, um den Bau der Kraftwerke zu verhindern. Sowohl auf rechtlicher Seite als auch über Öffentlichkeitsarbeit wurde viel unternommen.

Zu den ersten Aktionen gehörten eine Mahnwache in den Murauen, eine große Sternwanderung in Kooperation mit anderen Naturschutzorganisationen, das symbolische Pflanzen eines Baumes in den Murauen mit dem WWF und eine Demonstration an der Kalsdorfer Brücke.

Bei der Einweihung der Erzherzog- Johann-Brücke wurde beispielsweise ein riesiges Transparent über die Mur gespannt, kurz zuvor waren "Rettet die Mur"-Mitglieder als Bäume verkleidet in der Stadt unterwegs gewesen. Surfer und Kajakfahrer unterstützen eine Protestpaddel-Aktion auf der Mur. Infostände in und außerhalb der Stadt, Flyer-Aktionen und Benefizkonzerte prägen bis heute den Alltag der Plattform.

Sowohl von der Plattform als auch von Naturschutzbund und WWF wurden rechtliche Schritte gegen die Kraftwerke eingeleitet. Auch Ungereimtheiten beim Einreichen der Umweltverträglichkeitsprüfung wurden aufgezeigt, doch leider versickerten diese Beschwerden meist im Sand (siehe Hintergründe).

Darum bleibt Rettet die Mur auch weiterin im Sinne der Natur und Bürger aktiv. Nach Bekanntwerden der weiteren 3 Kraftwerksprojekte in Puntigam, Stübing und Gratkorn hat Rettet die Mur das Wirkungsfeld ausgedehnt und setzt sich neben dem Erhalt der Murauen besonders für den Schutz der letzten freien Fließstrecke der Mur in diesem Bereich ein und für den Erhalt der einzigen durchgehenden Nord-Süd-Verbindung, dem grünen Band, im Großraum Graz.

Die Bewegung "Rettet die Mur" ist inzwischen groß geworden. Der kontinuierliche Einsatz und die Professionalität und Kreativität bei der Arbeit haben "Rettet die Mur" zu einer von Medien und der Politik ernst genommenen Bürgerinitiative wachsen lassen.

Die Plattform hat sich seit Bekanntwerden der Kraftwerksprojekte bemüht, mit Aktionen Aufmerksamkeit zu erregen und mögliche rechtliche Schritte einzuleiten. Auch wenn der Gang zum Umweltsenat enttäuschend war, der mit vier(!) gravierenden Ausnahmegenehmigungen das Kraftwerk in Graz/Puntigam bewilligt hat, so werden wir trotzdem die Bevölkerung unermüdlich weiter darauf aufmerksam machen, was für ein unersetzlicher Naturschatz mitten in der Stadt verloren zu gehen droht. Die Neugestaltung der Murufer in schonender Weise ist auch ohne Kraftwerksbau möglich!

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Hier gibt es aktuelle Informationen über die Situation an der Baustelle. Wir halten euch über die Aktivitäten vor Ort am Laufenden:

Mur-Demo

Samstag, 25.03.
15:00 Südtiroler-Platz
16:00 Tummelplatz

Stromwechsel.jetzt

Sie möchten die unwirtschaftliche Investition in die Murstaustufe nicht länger mit Ihren Stromzahlungen mitfinanzieren? Die Entscheidung liegt bei Ihnen!

Wir unterstützen Sie gerne beim Stromwechsel!

Kontakt:

Plattform "Rettet die Mur"
Reitschulgasse 5
8010 Graz

E-Mail: office@rettetdiemur.at

 

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Mur findet Stadt

Das Projekt "Mur findet Stadt" ist eine Jahrhunderchance für Graz. Freizeit- und Naturraum würden dadurch verbunden, der Mur Raum zurück gegeben und eine neue Verbindung zwischen den GrazerInnen und dem frei fließenden Fluss geschaffen.

Mehr Informationen unter:
www.murfindetstadt.at

Facbook: Mur findet Stadt

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