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Aufblatt‘lt - Kraftwerksbau erhöht dauerhaft Grazer Feinstaub

Neues Gutachten bestätigt: Ein Kraftwerksbau würde in Graz dauerhaft den  Feinstaub, sowie die Lufttemperatur erhöhen. EStAG-Schlägerungen verantwortlich.

„Aus ökologischer Sicht stellt die Umwandlung (...) einen drastischen Eingriff dar, dessen sich die Initiatoren sicherlich bewusst sind. Es ist zu erwarten, dass der Verlust des grünen Gürtels im urbanen Kernbereich sich daher nicht durch eine Pflanzung außerhalb des Stadtbereiches wettmachen lässt, womit die Folgen dauerhaft zugunsten einer schlechteren Luftqualität geändert wären (...)“, fassen Univ. Prof. Dr. Hofmann und DI. Dr. Madl der Universität Salzburg die Folgen zusammen, (S.5, Antwort 4).


Während das Land Steiermark mit Strafzahlungen an die EU rechnen muss, will ausgerechnet die EStAG als Landeskonzern die Feinstaubsituation in Graz weiter verschärfen. Dabei gilt Graz als die Feinstaubhauptstadt Österreichs. Ein neues Gutachten von Univ. Prof. Dr. Hofmann und DI. Dr. Madl der Universität Salzburg belegt jetzt, was die Grazer Bevölkerung schon längst vermutet: Die Staustufe Graz würde eine unzumutbare Belastung für die Stadt bedeuten - die Luftgüte sich dauerhaft verschlechtert. Verantwortlich dafür ist die EStAG, die plant tausende Murbäume zu roden und zu schlägern. Ausgleichsmaßnahmen, wie Pflanzungen außerhalb der Stadt, würden aus Sicht der Experten keine Wirkung zeigen - die Grazer Luft würde sich jedoch durch die zusätzliche Feinstaubbelastung verschlechtern.

Die Behauptung von EStAG und Landesgutachter, die Quantität der Filterung sei nicht dokumentiert, ist aus Sicht der Salzburger Universitätsprofessoren klar zu widerlegen: "Diese Frage lässt sich klar verneinen - die Filterwirkung lässt sich sogar relativ gut abschätzen. Dazu gibt es Untersuchungen, die bis in die frühen 1990er zurückreichen." (S. 6 Antwort 6.)

Pro Murbaum werden 463 Liter Wasser pro Tag an die Luft abgegeben. Auf diese Weise leisten die Murbäume einen immensen Beitrag zur Feinstaubfilterung in der Stadt. Denn das Wasser bindet die Stäube aus der Luft. In Summe geht es hier um 360 – 480 mio. Liter Wasser pro Jahr, die in Graz an die Luft abgegeben werden. Univ.–Doz. Dr. Johannes Gepp vom Naturschutzbund Steiermark erklärt: „Murbäume geben dabei mehr Wasser ab als ‚normale‘ Bäume in einem Wald. Sie haben eine ideale Wasserversorgung und nutzen durch ihre Anordnung das Licht bestmöglich aus. Die Transpiration der Bäume funktioniert bei den Murbäumen daher optimal.“
 


„Tausende Murbäume filtern aktuell den Feinstaub im Zentrum von Graz. Der Grüngürtel, der sich durch die ganze Stadt erstreckt, beeinflusst dabei auch das Kleinklima der Stadt, sorgt für Kühlung und leitet die frischen Winde am Fluss entlang. Die geplanten EStAG-Schlägerungen hätten daher auch weitreichende Folgen sowohl für das Mikroklima als auch für die Feinstaubbelastung“, fasst Gepp die im Gutachten beschriebenen Funktionen zusammen. Durch den Wegfall der Filterwirkung der Murbäume steigt die Schadstoffbelastung in Graz. Das bedeutet auch gesundheitliche Auswirkungen für die Grazer Bevölkerung, da viele chronische und akute Erkrankungen begünstigt werden.

Clemens Könczöl, Sprecher der Bürgerinitiative „Rettet die Mur“ bringt es auf den Punkt: „Die Gesundheit der Menschen muss immer an erster Stelle stehen! Die Verschlechterung der Luft in der Stadt würde eine unzumutbare Belastung für die GrazerInnen darstellen. Das aktuelle Gutachten spricht für sich und jedes weitere wird diese Erkenntnisse bestätigen. Die Gutachter stellen klar, dass der EStAG die Folgen eines so drastischen Eingriffes immer bekannt waren (S.5). Ein verantwortungsvoller Konzernchef muss dieses Projekt zurückziehen.“

Gutachten:
Feinstaubrelevanz Ufervegetation Graz - Universität Salzburg

Presse:
kleinezeitung.at: Gegner setzen auf schlechte Feinstaub-Prognose
steiermark.orf.at: Mur-Kraftwerk-Studie: Bau sorgt für Feinstaub
derstandard.at: Bau von Grazer Murkraftwerk sorgt für mehr Feinstaub
österreich.at: Kraftwerk bringt Feinstaub

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