RETTET DIE MUR

Plattform zum Schutz der frei fließenden Mur und ihrer Naturräume


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Schutz der letzten Fließgewässer am Weltwassertag

„Rettet die Mur“ mahnt zum sorgsamen Umgang mit Österreichs letzten Fließgewässern

Über 60% des Österreichischen Strombedarfs können durch Wasserkraft gedeckt werden. Vor allem im Sommer können wir auf die Energie unserer Flüsse zählen. Doch das Potential ist am morgigen 17. Weltwassertag beinahe erschöpft. Nur mehr wenige Fließstrecken sind erhalten geblieben.

Zwischen Leoben und Spielfeld ist der Mur gerade noch eine freie Fließstrecke von 16 km geblieben. Auf den verbleibenden 100 km ist sie dagegen gestaut bzw. ausgeleitet und dient der Stromproduktion. Auf den letzten Kilometern finden fließwassergebundene Fischarten, wie z.B. Huchen, Äsche und Barbe ihren letzten Lebensraum. Die Vorkommen dieser Leitfischarten zeigen deutlich, dass das natürliche Ökosystem hier trotz Regulierungen erhalten geblieben ist.

Anlässlich des Weltwassertags macht die Plattform „Rettet die Mur“ darauf aufmerksam, wie viel die Mur zur Lebensqualität der GrazerInnen als auch zur energetischen Nutzung beiträgt. „Über 30 Staustufen liefern bereits Strom, der aus unserer Mur gewonnen wird. Trotzdem sind noch freie Fließstrecken als Natur- und Naherholungsraum erhalten geblieben. Die fließende Mur gehört zum Grazer Stadtbild und zur täglichen Freizeitgestaltung vieler BürgerInnen“, beschreibt Clemens Könczöl, Sprecher der Plattform die vielfältigen Funktionen des Landesflusses.

Doch auch die letzten Kilometer der Mur sollen nach den Interessen der Energiekonzerne nun gestaut werden. Die Ausbeute ist gering; die geplante Staustufe Puntigam könnte gerade einmal 0,12 % des österreichischen Stromverbrauchs oder 0,84 % des steirischen Stromverbrauchs decken. „Auch wir sind für die Nutzung von Wasserkraft und für einen sinnvollen Ausbau von erneuerbaren Energien“, meint Könczöl, „Aber für derartig wenig Stromgewinn diese hochwertige Fließstrecke der Mur und einen wertvollen Lebensraum unwiederbringlich zu zerstören, halten wir nicht für sinnvoll. Durch den Bau der Staustufe-Graz mitten in der Stadt würde auch die Lebensqualität der GrazerInnen beeinträchtigt und Anrainer unmittelbar betroffen sein.“

Die Mur würde von der Olympiawiese in Puntigam bis zur Murinsel hinauf gestaut werden. Mit dem Bau der geplanten Staustufen in Puntigam, Stübing und Gratkorn würden wir unseren Landesfluss verlieren und hätten ihn zu einer einzigen Staukette verbaut.

80% der österreichischen Flüsse sind bereits gestaut. An nur wenigen Stellen ist nach Angaben des Umweltdachverbandes noch ein sinnvoller und umweltschonender Ausbau möglich. Am Weltwassertag mahnt „Rettet die Mur“ daher gemeinsam mit dem österreichischen Naturschutz zu einem sorgsamen Umgang mit Österreichs letzten Flüssen.

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Kontakt:

Plattform "Rettet die Mur"
Reitschulgasse 5
8010 Graz

E-Mail: office@rettetdiemur.at

 

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Mur findet Stadt

Das Projekt "Mur findet Stadt" ist eine Jahrhunderchance für Graz. Freizeit- und Naturraum würden dadurch verbunden, der Mur Raum zurück gegeben und eine neue Verbindung zwischen den GrazerInnen und dem frei fließenden Fluss geschaffen.

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www.murfindetstadt.at

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