RETTET DIE MUR

Plattform zum Schutz der frei fließenden Mur und ihrer Naturräume


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1 Jahr Rodungen in Graz

Massive Rodungen für den Bau von Murkraftwerk und Speicherkanal (ZSK) wurden vor einem Jahr gestartet. Die Baustelle hat inzwischen die Innenstadt erreicht. Wie befürchtet, stehen die GrazerInnen vor schweren Eingriffen: Naturzerstörung, Baulärm, Feinstaub, Sperrung Murpromenade, Sicherheitsgefährdung uvm. Weitere Schlägerungen folgen im nächsten Winter. Die Plattform „Rettet die Mur“ ruft zur Mahnwache und einem Jahr Solidarität am Donnerstag, 8. Februar am Hauptplatz auf.

Am 6. Februar 2017 – nur wenige Stunden nach der Wahl in Graz – fuhren unter massivem Schutz von Polizei und Security an der Mur die Bagger auf. Die letzten Stimmen waren noch nicht ausgezählt, da fielen die ersten Bäume am Murufer. Was folgte war eine Woche radikaler Rodungen in Puntigam und Liebenau. Von der Puntigamer Brücke bis zur Seifenfabrik blieb kein Baum am Ufer stehen.

Begleitet wurden die Rodungen von Protestaktionen. Während die Plattform „Rettet die Mur“ zu Kundgebungen aufrief zu denen hunderte Menschen an die Mur kamen, kam es immer wieder auch zu Baggerbesetzungen und schließlich am 8. Februar zur Errichtung des ersten Murcamps. Seit einem Jahr besteht das Camp inzwischen. Der Protest der GrazerInnen hält weiter an.

Zur Erinnerung an die Rodungen und dem Jahrestag der Camperrichtung rufen die Initiativen „Rettet die Mur“ und „Murcamp“ am 8. Februar während der Gemeinderatsitzung zur Mahnwache und Kundgebung am Hauptplatz auf. Von 12:00-17:00 werden Infostand und Zelte vor dem Rathaus aufgeschlagen. „1 Jahr Solidarität für die Mur“ wird gezeigt.

„Die Bewegung ist weiterhin aktiv,“ erklärt Gabriele Faller von „Rettet die Mur“, „Wir dokumentieren was auf der Baustelle passiert, machen Anzeigen wenn gegen die Auflagen verstoßen wird und informieren die GrazerInnen. Jeden Donnerstag gibt es außerdem eine Mahnwache auf der Hauptbrücke. Wir werden uns auch in Zukunft für den Schutz unserer Flüsse stark machen und die Steuergeldverschwendung in Graz zum Thema machen.“

Die Befürchtungen der Plattform haben sich im letzten Jahr bewahrheitet. AnrainerInnen leiden bis in die Innenstadt unter dem Baulärm. Mangelnde Sicherheit auf der Baustelle führt immer wieder zu Gefahrensituationen. Die Murpromenade ist zu großen Teilen gesperrt, der Freizeitraum an der Mur wurde von Baggern überrollt. „Leider müssen wir auch feststellen, dass immer wieder Auflagen nicht eingehalten werden. Der Naturschutz wird nicht ernst genommen – das zeigt der Umgang mit den Würfelnattern deutlich. Auch ein Ersatz für die Schrebergärtner wurde noch nicht gefunden,“ weiß Clemens Könczöl von „Rettet die Mur“, „diese Auflagen sind gesetzlich vorgeschrieben und wir werden sie auf eben diesem Weg auch einfordern! Die Fahrlässigkeit die hier passiert und die mit unserem Steuergeld finanziert wird, sehen wir als sehr bedenklich.“

Noch bis 2020 werden die Arbeiten am Murufer dauern. Weitere Kahlschläge wird es südlich der Puntigamer Brücke entlang der Murfelderstraße geben. Die Plattform „Rettet die Mur“ fordert weiterhin einen Baustopp und dringend die finanzielle Prüfung aller Ausgaben von Steuergeld für das Doppelprojekt ZSK und Murkraftwerk.

Infoveranstaltung

„Der überholte ZSK und seine nachhaltige Alternative“

mit Dr. Romana Ull
und Dipl. Ing. Martin Regelsberger

 

am Tag des Wassers
22. März ab 19:00
Lagergasse 98a

Frauenmahnwache

jeden Donnerstag ab 17:30
auf der Hauptbrücke

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Kontakt:

Plattform "Rettet die Mur"
Reitschulgasse 5
8010 Graz

E-Mail: office@rettetdiemur.at

 

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Mur findet Stadt

Das Projekt "Mur findet Stadt" ist eine Jahrhunderchance für Graz. Freizeit- und Naturraum würden dadurch verbunden, der Mur Raum zurück gegeben und eine neue Verbindung zwischen den GrazerInnen und dem frei fließenden Fluss geschaffen.

Mehr Informationen unter:
www.murfindetstadt.at

Facbook: Mur findet Stadt

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