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Wollen auch Sie unserer Mur ein Gesicht geben?

 

Schicken Sie uns ein Foto und Ihre Meinung an:

 

meinung@rettetdiemur.at 

Mit fließenden Grüßen – Ihr RettetdieMur.at – Team!

 

Wir machen mit:

Univ.-Prof. Dr. Elke Gruber

Institutsvorständin
Alpen Adria Universität Klagenfurt

 

 Gegen den Totalausverkauf der Mur an wenige Profiteure!

Gegen lärmende Discomeilen und sterile Freizeitparks entlang des Flusses!

 

Rettet euch selbst! Retten wir die Mur!“

 

Uwe Bernert

Vorsitzender Angelverein Kelbra

 

 Als Vorsitzender eines Angelvereins in Sachsen - Anhalt kann ich Eure Bedenken durchaus nachvollziehen. Auch wir hatten und haben zu kämpfen unser Hausgewässer die Helme für Fische barrierefrei zu gestalten.

 

Die Bemühungen u. a. unseres Vereins um Renaturierung, Durchgängigkeit, Biodiversität u.s.w. haben dazu geführt, dass wir uns unter der Federführung unseres Kreisanglervereins um den Titel Flusslandschaft des Jahres 2012 / 2013 beworben haben, der am 29.3.2012 verliehen wird.


Der Weg war mühsam aber auch erfolgreich. Also bitte lasst Euch nicht unterkriegen. Ich wünsche Euch im Namen unseres Vereins, dass die Staustufen verhindert werden.“

 

Daniel Vidic

Arbeiter

 

 Auf einem Fels am Ufer unter Bäumen
Bei einem guten Buch verfliegt die Zeit
Ein Platz zum Meditieren und zum träumen
Der Weg zum kleinen Glück ist oft nicht weit.

Gleichmäßig klingt das angenehme Rauschen
Bald fallen Hektik, Frust und Ärger ab.
Ich möchte nur der Lebensader lauschen,
Die ich in Graz so liebgewonnen hab.

An ihrem Ufer bin ich oft gesessen,
Den Surfern in der Welle zuzusehn.
Und manchmal hab ich auf die Zeit vergessen,
Denn zum Nachhausegehn war's hier zu schön.

Tausende alte Bäume sollen sterben.
Dass sich der Reichtum weniger vermehrt.
Um Villen, Yachten, Luxus zu erwerben,
Wird eine kleine, heile Welt zerstört.

Mit einstudierten, sorgenvollen Mienen
Beklagt ihr Emission und CO2
Doch geht's in Wahrheit nicht ums Geldverdienen?
Und ist euch nicht die Umwelt einerlei?“

 

Mag. Dr. Joachim Gruber

Grazer "Mureinwohner"

 

 Als Grazer Mur-Anrainer erfreue ich mich am Tag und in der Nacht am lebendig fließenden Wasser der Mur, besonders wenn sich das Sonnen- oder Mondlicht
darin spiegelt.

 

Ich freue mich über die noch bestehende Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, die in und entlang der Mur noch immer anzutreffen ist. Es ist ein letztes kleines Stück Wildnis in einer städtischen Umwelt, die von sterilen Beton- und Rasenflächen ohnehin schon fast durchgängig plattgemacht wurde.

 

Diese letzte, noch weitgehend naturbelassene Flusslandschaft, soll schon bald durch den Bau von vollkommen ineffizienten und damit überflüssigen Kleinkraftwerken vernichtet werden. Als billigen Ersatz dafür verspricht man den Menschen durchgestylte Kunstlandschaften und Freizeitparks! Dazu sage ich

"Nein!". Retten wir uns selbst. Retten wir die Mur!“

 

Manfred Hartbauer

Zoologe

 

 „Durch den Betrieb meiner Photovoltaikanlage mit nur 39 Quadratmeter Kollektorfläche erzeuge ich im Jahr mehr Ökostrom, als der Strombedarf einer 4 köpfige Familie im selben Zeitraum.

 

Durch gezielte Förderungen von privaten PV-Anlagen könnten wir uns das Murkraftwerk leicht einsparen, denn auch das Murkraftwerk liefert in den Wintermonaten nur wenig Strom. Die Mur in ihrer jetzigen Form ist nicht erneuerbar, denn niemand kann den Verlust an Arten (Insekten, Fische, Wirbeltiere) durch ein Kraftwerk über  Baumbepflanzungen ersetzen.

 

Erinnern wir daher die Stromkonzerne an ihre eigentliche Rolle als Ökostromabnehmer und verhindern wir den Bau von Großprojekten, die auf Kosten der Umwelt gehen und nur einigen wenigen Großaktionären dienen.“

 

Pia Hierzegger

Theater- und Film-Schauspielerin, Regisseurin, Autorin

 

 „Es hat lang gedauert bis die Mur von einem ungeliebten, dreckigen Rinnsal zum Naherholungsgebiet geworden ist. Jetzt darf man Menschen und Tieren den frei fließenden Fluss nicht wieder wegnehmen.

 

Wir sollten in Graz nicht nur die einzigartige Dächerlandschaft schützen, sondern mit der Mur auch ein Biotop erhalten, das aussterbenden Arten wie dem Huchen ein Zuhause gibt. Anstatt den unbegrenzten Energieverbrauch zu fördern, könnten wir ja anfangen Strom zu sparen.

 

Patrick Hammer

Mathematikstudent TU Graz

 

 Natürliche Lebensräume werden zerstört und dafür wird sogar noch geworben. Als "Ausgleich fürs Gewissen" gibts dafür auf frisch und teuer ausgebauten Autobahnen nur mehr einen Hunderter oder was?
Ich suche hier vergebens jegliches Anzeichen von Intelligenz und Logik.“

 

WWF - Youth Taking Action for the Earth

WWF Jugendgruppe

 

 An der Mur zu sein war sehr inspirierend und gab uns viel Hoffnung, dass die Stimme jedes Einzelnen die Welt bewahren und verändern kann.

 

Die Mur ist ein wunderschöner Lebensraum, der Erhaltung und des Schutzes bedarf.“

 

Michael Schwingshackl

Multiplikator / zukunftsfähige Mobilität -

Verein Plattform Footprint

 

 Es braucht einen ganzheitlichen Plan für unsere Energiezukunft, bei dem die Grenzen unseres Planeten respektiert werden müssen. Dabei legen wir hier in Österreich den weltweiten Grundstein für ein friedliches Zusammenleben mit Mensch und Natur.

 

Alle Anstrengungen die aus unserem „Overshoot“ Verhalten nicht der Verbrauchsminderung und dem Ersatz von fossilen Kraftwerken dient, sind abzulehnen. Profitmaximierung weniger durch Naturzerstörung aller, ist eindeutig nicht zukunftsfähig!“

 

Jörg-Martin Willnauer

Musiker & Kabarettist, leibt & lebt in Graz

 

 Es geht um Macht & Geld. Viel Geld.


E(stag) & Verbund wollen vollendete Tatsachen schaffen.
Und die nächsten Generationen dürfen's ausbaden.“

 

Mag. Elisabeth Friedl-List

Juristin
 

 Durch unseren Umzug von der Innenstadt nach Liebenau habe ich in den vergangenen 12 Monaten den Radweg zwischen Puntigamer Brücke und Augarten kennengelernt und bin begeistert von diesem letzten Stück einigermaßen unversehrter Natur im dichtverbauten Stadtgebiet!

Ich komme vom Land und fühle mich spätestens auf Höhe Seifenfabrik in meine Kindheit zurückversetzt, in der wir radfahrenderweise in Wassernähe unsere Umgebung erkundeten...

 

Konzerne reduzieren in ihrer Profitgier "Lebensqualität" gerne auf die Vollautomatisierung unseres Alltags- Dinge schneller, besser und möglichst bequem zu erledigen.

In Wahrheit ist Lebensqualität genau das Gegenteil von dem, was uns Werbung und EStAG erzählen:

ein Miteinander von Mensch, Tier- und Pflanzenwelt und nicht das egoistische Ausbeuten unserer Ressourcen auf Kosten unwiederbringlicher Naturlandschaften!“

 

Berndt Luef

Vibraphonist, Perkussionist und Bandleader

aus Knittelfeld, lebt in Graz

 

 ...weil die Zerstörung dieses Naturraumes in keinem
Verhältnis zur erreichten Stromleistung steht“

 

Sophie Reyer

Grazer Autorin und Komponistin, Trägerin des Literaturförderungspreises der Stadt Graz 2007

 

 Ich bin gegen ein Murkraftwerk, weil Mama Mur macht alles am besten allein.“

 

DI Harald Senkl

Pensionist, ehemals Lehrer an der HTL Graz-Gösting (BULME)

 

 Eine Horror-Vision: Die Mur entspringt am Südabhang der Radstädter Tauern, fließt durch die Steiermark und mündet in den Grazer-Mursee.

Ein fließendes Gewässer bringt Bewegung und damit bessere Luft - der Anblick ein Gefühl von Freiheit und Frische.“

 

Billo Heinzpeter Studer

Präsident Verein fair-fish.net

 

 Mit der zunehmendem Verbauung der Flüsse verschwinden nicht nur Landschaften für die Naherholung. Es trifft immer auch die Fische und andere Wasserlebewesen, die schon
lange vor uns da waren. Was wir dadurch zerstören, geht weit über unseren Tellerrand hinweg, den wir vielleicht erst wahrnehmen, wenn kein Fisch mehr unseren Teller füllt…


Was in und um Graz gestaut wurde und noch gestaut werden soll, tut der Mur nicht gut. Dass man die Staustufe Graz den Bürger/innen nun sogar als Verschönerung ihrer Stadt verkaufen will, ist entweder zynisch oder zeugt von der extremen Kurzsichtigkeit dieser Propagandisten.“

 

Dr. Melitta Fuchs

Biologin

 

 „Die rauschende Mur mit ihren Uferbäumen ist unverzichtbarer und unersetzbarer Lebensraum für Graz.

 

Die letzten noch freien Fließstrecken der Mur mit ihrer typischen Tier- und Pflanzenwelt sollen der Natur erhalten werden!

 

Sigrid Davini Schönfelder

Anti-AKW-Buch Herausgeberin, Fotografin,

Pädagogin, Anrainersprecherin

 

 „Tiefliegend und kindersicher durchfließt die Mur heute kinderreiche Wohngebiete in Schönau und Liebenau.

 

Eine 20cm bis 120cm tiefe frei zugängliche sog. Flanierzone mit fast stehenden Stauwasser samt Gelsen und Ratten soll hier entstehen? Das ist weder kindersicher noch schön und gesund. Dafür sollen gut genützte städtisch gewidmete Gärten und Freizeitanlagen weichen?

 

Wir befürchten Überschwemmungen und wollen nicht unter dem Wasserspiegel wohnen. Dem Schlachthof ohne Uferbäume gegenüber zu wohnen, wäre sehr geruchsbelästigend! Ein neuer Geh -und Fahrradweg auf einer Betonmauer ohne Bäume, direkt in die Sturzgasse mündend, gefiele uns nicht!“

 

Karin Steffen

Obfrau Schutzverein Ruckerlberg und Umgebung

tätig im Naturschutzbeirat der Stadt Graz

 

 „Ein Wasserkraftwerk Graz gehört nicht zum Selbstverständnis unserer Stadt!

Das ist im 3.0 Stadtentwicklungskonzept (STEK) als Ergebnis einer jahrelangen Diskussion in mehreren Formulierungen nachzulesen. Zum Beispiel ist „der Murraum ein Element des Stadtbildes mit besonderer Prägekraft und in seiner räumlichen Qualität zu erhalten…“.

 

Im Sachprogramm „Grünraum“ wird u. a. die "Erhaltung und Pflege der Ufervegetation" an der Mur vorgeschrieben, während im Planwerk „Grünes Netz Graz“ auf die „ökologische Bedeutung des Grünkorridors Mur“ verwiesen wird.

Demnach sollte dem Bau eines Wasserkraftwerkes Graz auch von politischer Seite her im öffentlichen Interesse mit einem klaren “nein“ begegnet werden!“

 

Prof. Univ.-Doz. Dr. Johannes Gepp

Präsident des Naturschutzbundes Steiermark

 

 Mehr als 1000 Wasserkraftwerke in der Steiermark sind genug! 8000 besondere Uferbäume müssten einem Murkraftwerk in Puntigam weichen!

 

Der Biotopverbund durch Graz wäre unterbrochen und der Huchen seiner Fließstrecke beraubt.“

 

Frederik Mellak

professioneller Märchenerzähler,

Autor, Erwachsenenbildner

 

 Jede Erscheinung in der Natur ist ein Spiegel des großen Schöpfungsgeheimnisses. Gerade von einem Fluss, der frei fließt, könnten wir Menschen sehr viel lernen.
Deshalb wäre es mir sehr wichtig, dass die Mur südlich von Graz als frei fließender Fluss erhalten bleibt. Alternativen zur Stromerzeugung gäbe es meiner Meinung nach genug.“

 

DI J. Breitling

Architekt, Baumeister

 

 Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad über die Mur beim Augartensteg. Immer wieder bin ich entzückt, was für ein Juwel ein solcher Fluß mit seiner Farbe, seinem Leben, seinem Rauschen und seinen Ufern ist. Gerade die Ufer mit ihren Bäumen geben mir immer wieder neue Energie, wenn ich mich gerade von offenbar unvermeidlichen Problemen runterdrücken lasse. Die Mur mit Ihren Bäumen heben dann mein Gemüt und lassen mich froher sein und bemerken, daß ich die Sorgen ziehen lassen darf und einfach die Geduld und die Ruhe dieser lieben Natur genießen darf.

Die Interessen die nun hinter der Zerstörung des Natur- und Erholungsraums Mur stehen sind aus meiner Sicht zu eindimensional. Sie richten sich lediglich an der naheliegendsten, für diese Situation bequemste Seite der Problemlösung aus. Und verdient wird vermutlich mit dieser Variante der Problemlösung auch am meisten.

Ich bin der Meinung, daß die Entscheidungsträger sich besinnen müssen und auf andere unbequemere Lösungen (z.B. Stromsparmöglichkeiten systematisch aufspüren, Photovoltaikanlagen, Windeneregie) einlenken, um diesen Naturraum Mur erhalten zu können.
 

 

Gustav Mittelbach

Grazer Arzt und Umweltmediziner

 

 Eine fließende, lebendige Mur ist ein essentieller Teil einer
gesundheitsförderlichen Stadt. Gegen das Kraftwerk zu sein, steht im Einklang mit allen ökologischen, meist einstimmigen, Beschlüssen des grazer Gemeinderates (zum Grünraum, zur Ökostadt, zur Stadtplanung...).

Es braucht keine Bürgerbefragung, der Gemeinderat hat sich in seinen besten Zeiten schon längst festgelegt! 

 

DI Eberhard Wolf

Architekt

 

 „Wir wissen alle, daß Staustufen den Fluß zu einer Kloake umfunktionieren und alles Leben darin sterben läßt.

Allen meinen Kollegen, die als Planer an diesem Projekt mitgearbeitet haben, sollte das Diplom aberkannt werden.

 

Die 3-dimensionalen Darstellungen von einer schön gestalteten Uferlandschaft mit Badestrand und parkähnlichen Spazierwegen ist Lüge und Betrug,

denn wer möchte in einer Kloake baden?

Die Manager der ESTAG sollen doch mit gutem Beispiel vorangehen und als erste den Badegenuß in dieser veralgten und grauen Brühe vorleben!

 

Mit diesen 87 Mill Euro hätte man viele Dächer von Graz

mit Photovoltaikanlagen bestücken, CO² einsparen, stromunabhängiger werden können.... Die ESTAG ist ein sehr reicher Konzern, warum wollen sie noch reicher werden auf Kosten unserer Umwelt, auf Kosten unserer Mur?“ 

 

Eva Klepp

Plattform Stadtpark

 

 „Um ein tatkräftiges und kreatives Leben zu führen,

brauchen wir eine intakte Umwelt!

DIE MUR IST KEIN VERSUCHSKANINCHEN !

Wir rufen den Bürgermeister und seine grüne Stellvertreterin auf, in diesem Sinne die Bürger der Stadt Graz zu vertreten.
Wir fordern bei einer bevorstehenden Volksbefragung eine ausgewogene Information über die Vor-und Nachteile des Kraftwerkes, sowie eine faire und nicht manipulative Fragestellung.

 

RETTET UNSEREN LEBENDIGEN FLUSS UND SEINEN WUNDERBAREN BAUMBESTAND.


Zuviel Zerstörung und Kahlschlag wurden schon begangen.“

 

Bernhard Janezic

Elektriker

 

 „Die Vorgangsweise der Energie Steiermark Aktiengesellschaft ist unverständlich: Vor ungefähr fünf Jahren wurden sämtliche Kraftwerke der Steweag-Steg an die Verbundgesellschaft verkauft. Offensichtlich wusste damals die Steweag-Steg genau, was sie tat, denn schließlich sitzen in der Führungsebene ja gut bezahlte Vorstände. Sie waren damals offensichtlich der Überzeugung, dass ein EVU ohne eigene Kraftwerke besser auskommen würde. Jetzt will die Steweag-Steg auf Biegen und Brechen um viel Geld wieder eigene Wasserkraftwerke bauen. Offensichtlich geht es ohne eigene Kraftwerke doch nicht so gut? Wenn man bedenkt, dass eine gut bezahlte Unternehmensführung solche Fehlentscheidungen trifft, muss man wirklich deren Kompetenz anzweifeln!“

 

Ute Pöllinger

Umweltanwältin des Landes Steiermark

 

 „Die Mur belebt als Fließgewässer die Innenstadt von Graz. Mir vorzustellen, dass man von den Brücken aus nicht mehr auf einen Fluss schaut, sondern auf einen Stausee, motiviert mich, gegen das Vorhaben aufzutreten.“

 

Franz Preihs

Extremradfahrer

 

 „Die Natur selbst ist der beste Abenteuerspielplatz und das größte Freizeitzentrum auf der Welt. Als Extremradsportler fahre ich Rennen in den entlegensten Regionen dieser Erde und sehe immer wieder Menschen die rund um die Erde fliegen um ein Stück unberührte Natur zu finden! Dabei
liegen die wunderbarsten Plätze direkt vor unserer Haustür! Es liegt jetzt an Uns - diese zu erhalten!“

 

Hans Söllner

Bayerischer Liedermacher

 

 „Ich finde es unverantwortlich von einer Regierung die für ihre Bürger lebenswerte Umstände schaffen sollte, auch nur die Idee zuzulassen, daß 8000 Bäume abgeholzt werden.

In einer Zeit in der griechische Inseln verbrennen, in der Brandrodung in Südamerika und Kahlschlag in Russland passiert um Kraftwerke zu heizen. Da kann ich den Verantwortlichen nur immer wieder die Frage stellen:

Habt Ihr keine Kinder?

Ist Euch die Zukunft Eurer Kinder scheißegal?

Und allen weiterdenkenden Menschen kann ich nur empfehlen auszusteigen aus der normalen Energiepolitik und alternative Stromanbieter zu wählen. Steigt einfach aus, gebt ihnen kein Geld mehr“

 

Andrea, Verena und Alexandra Haunold

Studentin, Schülerinnen, Anrainer

 

 „Wir leben in der Nähe der Murauen, dem perfekten Ort um Rad zu fahren, spazieren zu gehen und dem Alltagsstress zu entfliehen. Durch den Kraftwerksbau würde dieser wertvolle Lebensraum für Tier und Mensch verloren gehen. Deshalb finden wir es toll, dass sich so viele Menschen gegen diese Wahnsinnsprojekte einsetzen. Die sinnlose Verstümmelung der Natur muss ein Ende haben, denn der Fluss liegt uns allen am Herzen.“

 

Beatrice Goebel Lezardo

Architektin

 

 „Warum nicht gleich die Mur zubetonieren und eine Stadtautobahn drüberlegen?

Ist es Wahnsinn oder Verantwortungslosigkeit, die manchen Politiker in Verbindung mit kurzfristig, profitorientierten Energiekonzernen zu solchen Schandtaten ermuntert.
Gut, daß es noch Menschen gibt, die sich keine weitere Zerstörung ihrer Umwelt gefallen lassen. Viele Städte beneiden Graz um ihren funktionierenden und zauberhaften Fluß. "Rettet die Mur" spricht sich bereits im Ausland herum. Energieeinsparen und Druck auf die Industrie - das sollte die Devise sein, statt einer weiteren Staustufe!“

 

Mag (FH) Petra Steiner

Sozialwissenschaftlerin

 

 „Ich verbringe meine freie Zeit gern an der Murpromenade, um die stadtnahe Naturlandschaft fern ab vom Strassenlärm zu genießen. Hier kann ich alles vergessen und mich entspannen. Und nun soll dieses wunderschöne Naherholungsgebiet zerstört werden! Vor allem für sozial schwächer gestellte Menschen würde mit dem Kraftwerk ein großer Verlust einhergehen. Nicht jeder kann es sich leisten, in den Urlaub zu fahren. An der Murpromenade konnte bislang jeder dem Alltag entfliehen… ohne Geld, ohne Auto, ohne viel Zeitaufwand. Wir besitzen bereits ein Freizeitparadies! Wir müssen den Erhalt der Natur verteidigen – denn die Mur gehört uns allen!“

 

Dr. Günther Kräuter

Nationalratsabgeordneter, Präsident des VÖAFV

 

 „Es kann nicht sein, dass mit dem Geld der Steuerzahler die letzten frei fließenden Gewässerstrecken vernichtet werden. Am Beispiel der geplanten Murkraftwerke im Großraum Graz ist diese Fehlentwicklung besonders dramatisch.

Ich unterstütze daher die engagiert und beherzt

um die Erhaltung unserer Mur kämpfenden Menschen

nach besten Kräften“

 

Elke Kahr

Stadträtin Graz

 

 „Noch gehört die Mur uns allen. Jeder, der mag, kann an ihrem Ufer verweilen und dem gleichmäßigen Rauschen des Wassers lauschen, dem Flusslauf entlang spazieren oder die Böschung hinunterklettern und auf Entdeckungsreise gehen und das, ohne dafür Eintritt zu bezahlen.

Mit dem Bau des Kraftwerkes ist nicht nur die Vernichtung einer Naturlandschaft mit tausenden von Bäumen geplant, auch die Kommerzialisierung der Flächen entlang der Mur soll vorangetrieben werden: Kostenpflichtige Tourismus- und Gastroangebote, mit denen sich wunderbar Geld verdienen lässt, sollen entstehen. Damit würde ein weiteres Naherholungsgebiet für die Menschen und zugleich die Heimat vieler Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zerstört. Dagegen müssen wir uns wehren!“

 

Mag.a  Andrea Pavlovec Meixner

Gemeinderätin Graz und Unternehmerin

 

 „Wir dürfen nicht länger zulassen, dass in der Steiermark die Energiepolitik von verantwortungslosen Energieversorgern gemacht wird. Die Mur muss als lebendiger Fluss und Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Tierarten gerade im Jahrzehnt der Biodiversität erhalten bleiben.

Sie darf nicht einer Energiepolitik geopfert werden, die das Geld lieber in der Mur vergräbt, statt in Effizienz-Projekte,

die auch den Menschen zugute kommen, zu investieren.

Diese Kraftwerke können wir uns wirklich ersparen!“

 

Helmut Stolterfoht

Elektroing., Pensionist, freier Mitarbeiter - AVL

 

 „Die Fahrt von Bruck nach Graz empfand ich früher fast so wunderbar wie das Erlebnis am Rhein mit seinen Bergen und Burgen entlang zu fahren. Nun ist man lange Strecken zwischen Beton- und Schallschutzwänden eingezwängt, die Mur verschwunden. Gäste werden von der früheren Schönheit nichts bemerken, sondern gleichgültig durchfahren wie im italienischen Kanaltal. Das Radfahren vom Augarten entlang der fließenden Mur ist ein Naturerlebnis, das nicht verloren gehen darf. Auch Gelsenschwärme würden viele Erholungssuchende von dieser genussreichen Freizeitgestaltung abhalten.“

 

Univ. Prof. Dr. Rudolf Zechner

Biochemiker, Universität Graz, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, Wittgenstein-Preisträger 2007

 

 „Ölverschmierte Wasservögel und sterbende Fische

 im Golf von Mexiko machen uns betroffen und zornig. Gleichzeitig planen wir die Vernichtung der Flora und Fauna der fließenden Mur vor unserer Haustüre.

Ich sehe das in Aussicht gestellte, riesige Freizeitpotential an keinem der bestehenden Mur-Stauräume verwirklicht.

Ganz im Gegenteil!“

 

Elisabeth Kubin

Studentin der Umweltsystemwissenschaften

 

 „Es liegt in der Natur des Flusses zu fließen.

Warum bilden wir uns ein immer mehr zu brauchen?

Wer glücklich reisen will, der reise mit wenig Gepäck.

Dies gilt auch für die Lebensreise. Ich bin für Strom sparen und glaube, dass unser Solarzeitalter schon begonnen hat.

Für mich bedeutet Lebensqualität: gute, frische Luft, sauberes, energiereiches Wasser und gesundes, biologisches Essen. Wenn ich in den Wald gehe, mich neben einen Fluss setze und ihm zuhöre, bin ich glücklich und brauche dafür kein Einkaufszentrum und keinen Strom. Das ist nachhaltige Freizeitgestaltung, nicht irgendwelche Megabauten, in denen alle möglichen Energien aufgesaugt werden - menschliche als auch 'elektrische' “

 

Richard Mikosch

Präventionist, Bewegungswissenschafter

 

 „Ganz abgesehen vom mehr an Lebensqualität erspart

die Nutzung des Naherholungsraums Mur über seine gesundheitsfördernden und -erhaltenden Effekte

mehr Gesundheitskosten, als ein Kraftwerk

der Gesellschaft je zurückzahlen kann.“

 

Nik Ikonomou

Nachrichtentechniker, Handbiker, Taucher

 

 „Flüsse sind Lebensadern unseres Landes, Garant für: sauberes Grund- u. Trinkwasser, Artenvielfalt, eine gesunde Natur, eine intakte Ökologie, uvm. Es kann nur jedem daran liegen diese wichtigen Grundwerte für Generationen zu sichern. Als Rollstuhlfahrer hinterfrage ich Bedingungen, Zustände und vor allem Einschränkungen bewusster als vor meiner Behinderung. Staustufen sind Barrieren, Betonufer die Särge unserer Flüsse. Lassen wir unsere Mur im Sinne der Natur frei fließen und behindern wir sie nicht dabei!“

 

Karl Gratzer

Süßwarenverkäufer, Sporttaucher

 

 „Ich bin Grazer und lebe berufsbedingt in Wien.

Als ich das letzte Mal nach Graz gefahren bin und von der Autobahn aus den Kahlschlag entlang unserer Mur gesehen habe, dachte ich mich trifft der Schlag! Unseren schönen, um viele Millionen sanierten Fluß so zu verunstalten ist kriminell. Wir brauchen dieses frei fließende Gewässer und deren Auen als Naherholungsgebiet.

Stoppt diesen Wahnsinn, bevor es zu spät ist!“

 

Ao.Univ.Prof. Dr. Karl Oettl

Institut für Physiologische Chemie
Medizinische Universität Graz

 

 „Sollen wir weiter so tun, als könnten wir ewig unseren Stromverbrauch steigern? Ist dieser "Bedarf" es wert, dass wir unseren Fluss opfern, unsere Frischluftzufuhr, unsere Grundwasserqualität riskieren? Ich finde NICHT!

Graz soll weiter an einem Fluss liegen, der Anstieg an Strombedarf muss gebremst werden, die Nutzung der Sonnenenergie muss massiv gefördert werden!“

 

Michael Bukoschegg

Organisatorische Geschäftsführung Psychosoziales Zentrum Voitsberg GmbH

 

„Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit überquere ich jedes Mal die Brücke über die Mur. Der Blick nach Süden war früher jedes Mal ein kurzer wohltuender Genuss an un-

berührter Natur. Jetzt sehe ich dort nur noch Zerstörung. Das tut weh. Die Natur ist eine unerlässliche Ressource für das seelische und körperliche Gleichgewicht. Mit jeder Wunde, die wir der Natur zufügen, verletzen wir auch unsere Seelen. Das sollten wir in unserem eigenen Interesse nicht tun und wenn es einer tut, dann muss man sich dagegen wehren.

Weil wir es uns wert sind.“

 

Dr. Rainer Possert

Arzt für Allgemeinmedizin, Psychotherapeut

 

„Als Liebenauer will ich nicht 2 Meter unter dem Wasserspiegel der aufgestauten Mur wohnen und auf einen Damm schauen. Weltweit wird vom Artenschutz gesproch-

en, für den Huchen soll dieser Artenschutz in Graz nicht gelten? Gerade im Sommer ist die fließende Mur mit der kühlenden Luft ein Erholungsfaktor erster Ordnung. Strom sparen statt Müll produzieren und Umwelt zerstören!!!“

 

Markus Schirmer

Pianist & Musiker,  Professor an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz

 

„Wie jede/r einigermaßen Informierte weiß, bieten Staustufen keineswegs eine Entlastung, sondern verschlimmern die Situation meist nur in bedenklicher Weise. Ich bin entschieden gegen den Bau des geplanten Kraftwerks bzw. der geplanten Staustufen, weil damit neuerlich ein von Menschenhand ausgeführter Raubbau an der Natur und ihren Gegebenheiten betrieben wird.“

 

Priv.-Doz. Mag. Dr.rer.nat. Guenter Haemmerle

Lehrbeauftragter - Molekulare Biowissenschaften

KF-Uni Graz

 

„JA zum Biotop fließende Mur, NEIN zu Verschlammung, Unrentabilität und Einschränkung der hohen Lebensqualität der Stadt Graz und Umgebung!

Sie müssen kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen, dass ein kaltes, fließendes Gewässer kühle zirkulierende Luft in die Stadt bringt. Durch den Kraftwerksbau müssten tausende Bäume gefällt werden, was wiederum das Stadtklima ungünstig beeinflussen würde. Daher hoffe ich, dass sich die lokalen Politiker und die Grazer und Steirer in Graz und Umgebung sich für die grüne fließende Mur als Naturfluss und Erbe für unsere Kinder mitten in der Stadt und in Stübing einsetzen.“

 

Alexander Wolff

Lokomotivführer

 

„Mit größtem Entsetzen musste ich heute von der geplanten Staustufe Puntigam lesen. Zu viel soll geopfert werden.

Ich weiß genau was es bedeutet an einem zu Tode gestautem Fluss, dem Inn, zu leben! Ich wünsche mir, dass kein weiterer Stau an der Mur entsteht. Es ist doch schon schamlos, wie die letzten Refugien, bedrohter Tierarten,

wie dem Huchen, aus Profitgier, geopfert werden sollen.

Wie kann man es nur übers Herz bringen eine weitere Staustufe zu errichten, was für Menschen sind das?“

 

Dr. Phil. Birgit M. Feierl

Germanistin und Umweltliebhaberin

 

„Wenn sich begeisterungsfähige, verantwortungsvolle Menschen zusammentun, um sich für eine gute und nach- haltige Sache mit persönlichem Engagement einzusetzen, so gehört ihnen nicht nur mein voller Respekt, sondern vor allem jede nur erdenkliche Unterstützung! „Panta rhei | πάντα ῥεῖ“ („alles fließt“) rief einst der Philosoph Heraklit aus – in diesem Sinne: „Lasst die Mur (weiter)fließen!“

 

Prafulla Nocker

Extremsportlerin, Sportveranstalterin

 

„Für mich ist das Laufen an der südlichen Grazer Mur

eine meditative, erholsame Erfahrung, die durch das fließende Wasser, die naturbelassene Umgebung und die frische Luft ausgelöst wird. Vor allem die Bäume spenden Schatten und ihr Grün erfrischt Augen und Lungen.

Es ist unvorstellbar, daß dieser Naherhohlungsraum ver- schwinden soll. Ein schmerzvoller Verlust für unsere Stadt.“

 

Julia Schwarzbauer

Clownin Popolina

 

„Ein fließender Fluss, des Grazers Genuss.
Ein lebendiger Fisch, durchs Wasser zisch.
Eine Grüne Au, viele Tiere - Schau!
Lass uns atmen die frische Luft
und des reissenden Stroms herrlichen Duft.
Bläst der Wind, halte geschwind
ein Windrad in die Höh und fang ein die Bö'
Die Sonne gibt Energie, nütze sie!
Den Strom für die Grazer und Grazerinnen
kann man bestimmt auch anders gewinnen.“

 

Prof. Mag. Dr. phil. Rudolf Muhr

österreichischer Germanist, Professor an der Karl-Franzens-Universität Graz

 

„In vielen Ländern sind die Energieversorger per Gesetz gezwungen, die Kunden zu beraten, wie man Energie/Strom SPAREN kann. Die ESTAG versucht stattdessen Wasserkraftwerke an ökologisch völlig ungeeigneten Stellen zu bauen, um den Umsatz zu erhöhen. Sie könnte das nicht, wenn es entsprechende gesetzliche Regelungen gäbe. Das ist aber nicht möglich, weil das Land Steiermark der Eigentümer ist und Gewinne eindeutig wichtiger sind als nachhaltiges Verhalten.

So schließt sich der Kreis zum Schaden der Menschen,

der Umwelt und künftiger Generationen.“

 

em. o. Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. Thomas Kenner

emer. o. Professor der Physiologie an der Universität Graz, ehem. Rektor der KF-Universität Graz, ehem. Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Graz

 

„Ich bin jedenfalls gegen den Bau dieses Kraftwerkes.

Die Baumassnahmen werden die Stadt massiv beeinflussen und der Slogan "Ein Fluss im Herzen der Stadt" wird nicht zutreffen. Gutachten beweisen, dass die Mur eine sehr gute Wasserqualität im Stadtbereich aufweist. Durch die Staustufe würde eher ein Tümpel ohne Leben entstehen.“

 

Henric Wietheger

Student

 

„Ich komme gebürtig aus Deutschland und lebe seit 2008 in Graz. Seitdem ist die Mur für mich Zuflucht, Inspiration und Energiequelle:

 

Die Mur ist nicht nur Fluss,

sie ist Ruhe, sie ist Leben,

sie ist das kulturelle Muss,

das flüssige Graz, kurzum: Wassersegen. 

 

Bernd Walch

Selbständig, Surfer

 

„Nach einem langen Arbeitstag gibt es nichts Schöneres für mich, als die Murpromenade entlang zu schlendern, das Rauschen der Mur zu hören und endlich abschalten zu können. Ich bin sehr froh darüber, auch als Stadtbewohner mitten in der Stadt ein Stück Natur zu finden. 

 

Andrea Feierl

Studentin

 

„Ich finde es toll, dass es Menschen gibt denen unsere Mur nicht egal ist. Flüsse müssen fließen, 100 Jahre alte Bäume erhalten und vom Aussterben bedrohte Tierarten geschützt werden. Wir sollten endlich anfangen den Rest unserer schönen Natur zu schützen und somit Projekte mit mehr Weitblick für die Zukunft planen und fördern.

Wir haben bereits zu viel geopfert. 

 

o. Univ.-Prof. Dr. Roland Psenner

Dekan der Biologischen Fakultät an der Universität Innsbruck u. Professor für Limnologie

 

„Als Gewässerforscher und akademischer Lehrer ist es meine Aufgabe, die Leute auf bestimmte Zusammenhänge aufmerksam zu machen, die man am einfachsten in drei Punkten zusammenfassen kann:

 

1. haben wir nur mehr sehr wenige natürliche Gewässer;

2. bekommt man von der Natur nichts geschenkt, d.h. wenn wir einen Teil einer natürlichen Ressource (z.B. die Wasserkraft) nutzen, verlieren wir viele andere (z.B. Biodiversität, Selbstreinigungskraft, Naturerlebnis ...);

3. ist die natürliche Umwelt, wenn sie verschwunden ist, unwiederbringlich, während wir einen bestimmten Nutzen aus der Natur (z.B. Energie) bereits heute durch Alternativen ersetzen oder sogar einsparen könnten. 

 

Sandy Lopicic

Regisseur und Musiker

 

„Flüsse sind die Adern und das Blut einer jeden Stadt. Jede Venenverengung oder Verstopfung kann tödlich sein!
Jede Operation an den Venen ist lebensgefährlich.

 

Nimmst du einer Stadt den Fluss, nimmst du ihr das Leben! Das gilt für das Leben auch: Lass fliessen!!! 

 

Hermann Steppeler

Mitarbeiter in der önj-Steiermark

 

„Seit 35 Jahren engagiere ich mich für unsere (noch) schöne Steiermark. Jetzt muss ich erleben, wie einem Federstrich gleich ihr bedeutendster Flusslebensraum zerstört wird. Das Fatale daran: Die Verantwortlichen werden für das, gegen-

über den wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, verantwort-

ungslose Verhalten auch noch - mitunter fürstlich - entlohnt. So wünsche ich allen Verantwortlichen göttlichen Segen. Mögen sie erkennen, welch teuflischen Irrweg sie gehen. 

 

Freda Meissner Blau

Naturschützerin, Journalistin

 

„In der Auseinandersetzung 1984 um die Hainburger Donauauen siegte der Rechtsstaat. Das Höchstgericht gab den Besetzern und damit Rettern der Au recht. Heute ist das einst heiß umstrittene Gebiet eine wunderschöne stille Naturlandschaft, die letzte entlang der österreichischen Donau. Der Steiermark, seiner Bevölkerung, ihrer Mur und schließlich auch den heutigen Betreibern wünsche ich dringend diesen langfristigen Erfolg. 

 

Rainer Maichin

Einzelunternehmer

 

„Der einfachste Weg unnötige Kraftwerke zu vermeiden, ist eine effiziente Nutzung der elektrischen Energie. Ich fordere hiermit die Politik auf, sich aus ihrer Abhängigkeit von der

E-Wirtschaft zu lösen, und endlich dafür zu sorgen, dass ausreichend in Energieeffizienz-Maßnahmen investiert wird. Diese bewirken einen höheren Beschäftigungseffekt, sichern unsere Zukunft durch stark reduzierte Strom- und Energie-kosten, wobei die Wertschöpfung in der Region bleibt.“ 

 

Herbert Fuchs

Chemiker

 

„Vor 25 Jahren wurde die Mur nach einer großen Bürgerinitiative saniert und die Lebensräume des Flusses massiv aufgewertet. Die Mur ist damit wieder

zu einem sauberen und gesunden Gewässer geworden.

All diese Mühe war vergebens, wenn die Mur jetzt in einen Stausee verwandelt wird. 

 

Walter Maderer

Polizist

 

„Ein Kraftwerk in Puntigam ist für mich unvorstellbar. Die Anrainer werden Jahre unter Baulärm und Luftverschmutz- ung durch die Arbeiten leiden müssen. Freizeitanlagen werden ihnen weggenommen, die vorhandenen Rad- und Gehwege verlegt, Bewohner umgesiedelt. Ein derartiger Eingriff in das Leben der Grazer ist einfach untragbar.“ 

 

Gerhard Schadl

Gründungsmitglied - Plattform lebendige Flüsse

 

„Graz hat ein Privileg.

Das Privileg, als eine der letzten europäischen Städte direkt an einem frei fließenden und lebendigen Fluss zu liegen. Durch den Bau der Staustufe Puntigam würde Graz dieses verlieren. Das darf nicht passieren. Unsere Grazer Mur muss bleiben wie sie ist, lebendig und frei. 

 

Sonja Behr

Geschäftsführerin, Österreichisches Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz

 

„'Wasser ist Leben' - diese selbstverständliche Tatsache dringt der Politik viel zu wenig ins Bewusstsein. Unsere Aufgabe ist es unsere Flüsse aktiv zu schützen. Deshalb treten wir als ÖKF für den Erhalt der letzten Kilometer des steirischen Landesflusses ein. Seitens der Politik gibt es kaum mehr als Festtagsreden und Lippenbekenntnisse. 

 

Helmut Belanyecz

Internationale Donauschutzkommission (IKSD/ICPDR) /Observer, Europäische Anglerallianz/ Leiter

 

„Alle Umweltschutzorganisationen Österreichs haben erfasst, dass Strom aus Wasserkraft keineswegs umweltfreundlich ist. Die Kraftwerkslobby verdient sich mit der Errichtung neuer Kraftwerke dumm und dämlich. Schuld daran ist unsere Politik, denn die Zerstörung unserer Flüsse wird immer noch mit Steuergeld gefördert. 

 

Priv. Doz. Dr. Steven Weiss

Professor – KF-Universität Graz, IUCN - Beauftragter

 

„Der Huchen zählt zu den international geschützten Tierarten. Wir müssen stolz darauf sein, dass der König der Mur in unserer Landeshauptstadt einen seiner letzten Lebensräume vorfindet. Mitten in Graz kann sich der Huchen noch selbständig vermehren.

Diese Fischart darf nicht leichtfertig ausgerottet werden.“ 

 

Uschi Profanter

3-fache Kajak Weltmeisterin und Weltcupsiegerin

 
„Täglich nutzen tausende Grazer die vielen Freizeit-möglichkeiten entlang der Mur. Über den Verlust dieses Natur- und Erholungsraumes, können auch die beschwichtigenden Ersatzmaßnahmen nicht hinweg-täuschen. Projekte wie „Wassertaxis“ und „Freiluftkino“ sind auch ohne Staustufe jederzeit umsetzbar. “
 

 

Klaus Rudowsky

Obmann AFV-Graz

 

Als Obmann des größten steirischen Fischereivereins unterstütze ich die aktuelle Unterschriftenaktion. In unserer Verantwortung für die Ökologie unseres Landes-flusses, treten wir gemeinsam mit den Naturschutz-organisationen Österreichs für den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraumes und seiner Artenvielfalt ein. 

 

DI Ehrenpaar Markus

Geschäftsführer Naturschutzbund Steiermark

 

„Der gesammelte Naturschutz Österreichs stellt sich geschlossen gegen die Staukette durch Graz. Dieses Projekt wurde von den Grazern bereits 2-mal abgelehnt. Es wäre für die steirische Politik ein großer Erfolg,

diesen Lebensraum endgültig für nachfolgende Generationen zu schützen.“ 

 

Franz Keppel

Naturgenießer, Fischer & Großvater

 

„Wenn ich am Ufer der Mur stehe und ihr Rauschen höre, wird mir die Schönheit der Natur erst richtig bewusst. Auch nachfolgende Generationen sollen das noch kennen lernen dürfen. Ich zumindest, würde nicht wollen, dass meine Enkel einmal mit großen Augen vor mit stehen und fragen: 'Opa, warum hast du nicht für unseren Fluss gestimmt?'  

 

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