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Unsere Mur in Gefahr 12. Jänner 2011
Die Mur ist als frei fließender Fluss ein Erholungsraum für unzählige Steirer. Spaziergänger und Sportler genießen täglich diesen Freizeitraum, in dem auch seltene Tierarten wie der Huchen oder der Fischotter einen ihrer letzten Lebensräume vorfinden. Durch den geplanten Bau von fünf Staukraftwerken ist dieser Naturraum jetzt in akuter Gefahr. Von Leoben bis Spielfeld soll die Mur zu einer Kette von Staustufen verbetoniert werden. Damit geht die letzte freie Fließstrecke der Mur auf diesem Abschnitt endgültig verloren.
Staustufen Gössendorf und Kalsdorf
Im Süden von Graz befindet sich das zweitgrößte Augebiet der Steiermark. Mitten in dieses Naturparadies werden derzeit gleich zwei Staustufen gebaut. Da bei der Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung und dem bisherigen Bau vieles nicht korrekt abgelaufen ist, wurden von Umweltschutzorganisationen Beschwerden bei der EU, sowie beim Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Diese werden derzeit bearbeitet. Die Bauerarbeiten laufen allerdings weiter, ohne die Ergebnisse dieser Beschwerden abzuwarten, da die beteiligten Energiekonzerne die Kraftwerke um jeden Preis schnellstmöglich bauen wollen.
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Aktuell gibt es nur noch ein Auwaldgrundstück am Murufer, das noch nicht gerodet wurde. In den nächsten Tagen wird der Besitzer gegen seinen Willen enteignet werden. 24 Stunden nach Einlangen des Bescheids werden die Bäume auch auf seinem Grundstück fallen. Es handelt sich um die letzte Aubäume, die dem Bau der Kraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf noch im Weg stehen. Insgesamt 80 ha Wald müssen allein im Süden von Graz gefällt werden. Bis zur Murfelderstraße sind die Murufer bereits gerodet worden. Das ist die letzte Gelegenheit, ein Zeichen gegen die Zerstörung des Auwaldes zu setzen.
Staustufen Graz
Eine BürgerInnenbefragung soll schon in diesem Frühling stattfinden. Hier werden wir Grazer über Erhalt oder Zerstörung unseres Landesflusses abstimmen.
Wir wollen die Mur behalten
Die Mur ist einer der wenigen großen Flüsse, die in Österreich noch abschnittweise frei fließen. 80% aller Gewässer sind bereits verbaut. Wir wollen unseren Landesfluss und die Natur in der Steiermark behalten. Die geringe Stromproduktion aller Murkraftwerke deckt gerade einmal 0,59% des österreichischen Strombedarf und rechtfertigt die Naturzerstörung und die durch das Kraftwerk entstehenden Risiken für die Anrainer nicht. Darum geben wir unser Wissen an alle Grazer weiter und sehen es als unsere Aufgabe, uns aktiv für unseren Landesfluss einzusetzen. Als Bürgerinitiative wollen wir allen Murfreunden eine Plattform bieten, die ebenfalls einen Beitrag leisten wollen.
So kannst du uns bei der Rettung der Mur helfen:
Du kannst uns dabei helfen, die Mur zu retten!
Ob bei der Verbreitung von Informationen oder mit der aktiven
Teilname an Demonstrationen, kreativen Aktionen oder der
Strategieplanung im Plenum. Jetzt ist die Zeit gekommen sich aktiv
für den Erhalt der Mur einzusetzen.
Danke für deine Hilfe,
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Staustufe
GÖSSENDORF |