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Stopp für Staustufe Puntigam
 
7.Oktober 2010
Umweltschutz sieht Einstellung der Planungen
als ersten Schritt
Nachdem der Druck der Bevölkerung in letzter Zeit kontinuierlich
zugenommen hat, werden die Planungen am Kraftwerk Puntigam jetzt gestoppt.
Rettet die Mur sieht dies als ersten wichtigen Schritt, zum Erhalt des
Grazer Landesflusses. Eine offene Diskussion über alle geplanten Standorte
rund um Graz wird nun gefordert. Dass Bürgermeister Nagl dies für Graz
ermöglicht ist ein wichtiges Zeichen für die Grazer Bevölkerung. Rettet
die Mur begrüßt diesen Vorschlag.

Graz Puntigam
Der gesammelte Umweltschutz Österreichs begrüßt die Entscheidung der EStAG
die Planungen für die Staustufe zu stoppen. Sogar die Projektierer haben
eingesehen, dass die Umsetzung einer Staustufe gegen den Willen der
Bevölkerung nicht möglich ist und legen die Planungen auf Eis.
Verhältnisse wie in Stuttgart könnten so in Graz verhindert werden.
„Dieser Schritt zeigt, dass die Wünsche der Grazer Bürger endlich gehört
und ernstgenommen werden,“ erklärt Clemens Könczöl, Pressesprecher von
Rettet die Mur, „bei einer Volksbefragung muss es für die Bevölkerung die
klare Möglichkeit geben zu entscheiden ob sie die Mur erhalten oder ihr
Leben in Zukunft neben einem Stausee verbringen wollen.“ Eine objektive
Fragestellung sei aus Sicht der Plattform eine selbstverständliche
Notwendigkeit.
„Wir sind auch gern bereit an Alternativen zur Verbesserung des
Lebensraumes Mur beizutragen. Denn für die Lebensqualität der Grazer
Bevölkerung sei eine Staustufe sicher der falsche Weg.“, erklärt Verena
Haunold von Rettet die Mur, „Ein Murkraftwerk rentiert sich einfach nicht.
Es stellt einen großen Eingriff in die Natur dar und bringt nur geringe
Mengen an Strom. Die Bevölkerung hat das bereits erkannt.“
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„Die Einstellung der Planungen an diesem Kraftwerk ist ein erster
großer Schritt zur Rettung des Huchens und dem Fortbestehen seines
Lebensraumes.“ erklärt Christoph Litschauer vom WWF Österreich. Der WWF setzt
sich schon seit langem für den Erhalt von bedeutenden Flussstrecken ein. Die Mur
in Graz ist nicht nur einer der letzten Lebensräume des international
geschützten Huchen, sondern auch einer der letzten Grünkorridore in der Stadt
Graz.

Huchen und Äschen mitten in Graz
Die derzeit stattfindenden Proteste in Stuttgart zeigen deutlich,
welche Auswirkungen es haben kann, wenn man den Willen der Bevölkerung nicht
ernst nimmt. „In Graz müssten zehnmal so viele Bäume gefällt werden, wie es in
Stuttgart der Fall ist,“ erklärt Clemens Könczöl, „es freut uns, dass
Bürgermeister Nagl so aufgeschlossen gegenüber den Grazer Bürgern ist und ihnen
auch ohne große Demonstrationen Gehör schenkt.“
„Am Ende wird die Vernunft siegen,“ meint Andrea Feierl, PR-Referentin von
Rettet die Mur, „um eine Entscheidung zum Thema Murkraftwerk treffen zu können,
müssen die Grazer alle Fakten des Projektes kennen. Wir hoffen hier
Unterstützung der Politik und der Projekttreiber und eine offene Diskussion über
das Thema.“ Die Plattform wird ihre Aktivitäten vorerst weiterführen, denn auch,
wenn die Planungen auf Eis gelegt sind, wird man eine offene Diskussion
bezüglich aller geplanten Standorte rund um Graz führen müssen.

Erholungs-, Natur- und Lebensraum Mur
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