Mit 35 Teilnehmern, waren
wir eines der größten Teams des Grazer Faschingsumzugs und freuten uns als Plattform rettetdiemur.at die Interessen der SteirerInnen auch
im närrischen Treiben vertreten zu können. Das Team
„Verstaut und Zugenäht“
stellte beim Faschingsumzug der „Kleinen Zeitung“ den Landesfluss der
Steiermark samt seiner Bewohner dar. Die Lebensader scheint dabei auf einem
Scheideweg. Dargestellt wúrde neben dem größten Fluss der Steiermark auch die
Rolle der Politik in einer Persiflage auf unseren (Alt)-Landeshauptmann und
seiner Helferlein. Dieser scheint die SteirerInnen vor den Karren zu spannen
und so das Schicksal der Mur zu besiegeln. Begleitet wurde die Gruppe
„Verstaut und Zugenäht“ von einigen Trommlern welche für rhythmische Klänge
sorgten.
Zwischen
roten Nasen und grünen Perrücken mischten sich dieses Jahr beim Faschingsumzug
auch die blauen Wellen unserer Mur. Die Chance die Freude an Fluss und Natur
im Gegensatz zur Zerstörung durch EStAG und Verbund darzustellen, haben wir
Murschützer uns nicht nehmen lassen. Und welche Gelegenheit eignet schon
besser um ein bisschen Sozialkritik zu üben, als der Grazer Faschingsumzug?


Mit Mur,
Baumkostümen und einer reich geschmückter EStAG-Kutsche warfen wir uns
deshalb am Dienstag ins Narrengetümmel, um auch unsere persönlichen
Lieblingsnarren (ausgewählte steirische Politiker und ihre Verbündeten)
gebührend zu würdigen. Darsteller für den Tod der Mur durch EStAG und
Verbund waren schnell gefunden und für ein bisschen Faschingsgeld erklärten
sich auch 6 Steirer bereit eine uns freundlicherweise zur Verfügung
gestellte Kutsche durch die Grazer Straßen zu schleifen. Baumdarsteller zu
finden, die sich wegen dem Bau der Wasserkraftwerke rund um Graz symbolisch
dahinmetzeln lassen, gestaltet sich da schon als wesentlich größere
Herausforderung. Immerhin tut es uns allen weh, Bäume sterben zu sehen, das
auch noch selbst nachzuspielen grenzt an eine psychische Meisterleistung.
Trotzdem
haben wir es aber geschafft, 35 Personen für unsere "Aktion-Faschingsumzug"
zu begeistern und in stundenlanger Kleinstarbeit auch noch Kostüme für diese
zusammenzuflicken. Und dass mit vollem Erfolg. Denn auch wenn die Juri uns
aus unerfindlichen Gründen nicht mit dem ersten Preis belohnt hat, haben wir
uns immerhin einen leckeren Faschingskrapfen verdient und ein paar Buttons
gemischt mit kritischem Gedankengut unter die Leute gebracht.
Damit wollen
wir uns noch einmal bei allen teilnehmenden Bäumen, Tieren, Trommlern,
Trachtenträgern und Naturschlächtern bedanken und wünschen uns für einen
erfreulichen Faschingsausklang, dass wenigstens der realen Mur ihre
Betonverkleidung erspart bleibt.



Mit fließenden Grüßen –
Euer RettetdieMur.at
– Team!